Gegründet durch Alfred Scholl und Heinrich Bonnat im Jahre 1905 unter dem Namen „Siegthaler Eisen- und Blechwarenfabrik GmbH“, wurden anfangs in erster Linie Blechwaren für Landwirtschaft und Grubenbau hergestellt. Mit dem Eintritt von Fritz Hench als Geschäftsführer 1920 kam die Umstellung der Produktion auf geschweißte Blechkonstruktionen und Behälter.

Als nächsten Schritt bezog das Unternehmen 1935 den Standort, an dem es heute noch ansässig ist. Kurz vor Ausbruch des Krieges wurde im Werk die erste Stumpfschweißmaschine zum Schweißen von gebogenen Ringen in Betrieb genommen. Während des Wiederaufbaus wurde Fritz Hench alleiniger Gesellschafter von Siegthaler; im selben Jahr wurde die Produktion im Behälter- und Apparatebau sowie von Kompensatoren, Ringen und Flanschen wieder aufgenommen.

1973 übernahmen die Kinder Werner, Christel und Ulrich Hench die Gesellschaftsanteile, letzterer wurde zum Geschäftsführer ernannt. Zwei Jahre später begann die große Umstrukturierung der Produktion auf Ringe und Flanschen.

Kurz vor der Jahrtausendwende wurden die Anteile an der Firma den Brüdern Klaus-Dieter Wolf und Dietmar A. Wolf, den heutigen Geschäftsführern, übergeben. Im Zuge dieses Staffelwechsels erweiterte man die Produktion, entschloss sich zu einem Hallenneubau für Großmaschinen und führte umfassende Modernisierungsmaßnahmen durch. Seit 2001 ist Siegthaler in der Lage, Flansche bis zu einem Durchmesser von 6.000 mm und seit 2008 sogar Werkstücke mit einem Umlaufdurchmesser von 8.000 mm und einem Gewicht von bis zu 50 t Stückgewicht zu bearbeiten.